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Infrastruktur in St. Pölten

Die Stadt St. Pölten ist der Verkehrsknotenpunkt des niederösterreichischen Zentralraums.

Straße:

Die Westautobahn A1 verläuft unmittelbar durch das Stadtgebiet. Sie verbindet St.Pölten in Richtung Osten mit der 60 km entfernten Bundeshauptstadt Wien und den angrenzenden wirtschaftlichen Kernzonen des zentraleuropäischen Wirtschaftsraumes Centrope.
In Richtung Westen ist der oberösterreichische Wirtschaftsraum mit Linz, Wels und Steyr in einer Entfernung von etwa 120 km in rund einer Stunde erreichbar. Nach Norden besteht über die Traisentalschnellstraße S33 Anschluss an den Donauraum mit Krems und Tulln.
Mit der Eröffnung der neuen Donaubrücke am 30. Oktober 2010 zur Erweiterung der Schnellstraße (S33) wurde die Verbindung von St. Pölten mit den nördlichen Landesvierteln Niederösterreichs sowie mit den angrenzenden Regionen Südböhmen (Budweis) und Südmähren (Brünn) weiter verbessert. Nicht zuletzt ist diese Achse Teil eines neuen hochwertigen Regionenrings um die Bundeshauptstadt Wien.
In Richtung Süden wird die in Planung befindliche Traisentalschnellstraße (S34) eine erhebliche Verbesserung der Verkehrsanbindung des Alpenvorlandes darstellen. Die Projektunterlagen werden voraussichtlich im 2. Quartal 2014 zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) eingereicht. Die Verbindungsspange Wörth zwischen Traisentalschnellstraße (S34) und Mariazeller Straße (B20) wird 2015 fertiggestellt werden. Hier werden nachfragegerecht hochwertige Baulandreserveflächen für großflächige Betriebsansiedlungen mit Anbindung an das hochrangige Straßennetz, sowie auch mit Anschluss an Bahnanlagen, erschlossen. 
Nicht zuletzt bildet die Trasse der Traisentalschnellstraße S34 gute Voraussetzungen, die im Generalverkehrskonzept der Stadt St. Pölten vorgesehene Westtangente schrittweise in den nächsten Jahren zu realisieren. Diese neue Verkehrsachse wird vor allem zur Entlastung des innerstädtischen Verkehrsnetzes projektiert. Das städtische Straßennetz umfasst derzeit rund 550 km.
Hohe Erwartungen wurden auch in das in den vergangenen Jahren intensiv geplante neue Buskonzept der Stadt gesetzt. Diese Erwartungen an den s.g. "Lup" - so sein Name – konnten seit seiner Einführung Anfang 2008 voll erfüllt werden. Der neue St. Pöltner Stadtbus „Lup“ stellt einen Qualitätssprung des öffentlichen städtischen Nahverkehrs für die Landeshauptstadt dar.
Im Sinne einer wirksamen Beeinflussung des städtischen Modal Splits hin zu verstärkter Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel wird zudem das städtisches Radroutennetz städtische Radroutennetz weiter ausgebaut und attraktiviert. Mit seinem rund 150 km langen Routennetz gilt St. Pölten als eine der fahrradfreundlichsten Städte Österreichs und erhielt dafür nationale Auszeichnungen.
Im historischen Altstadtkern erfreut sich zudem die Fußgängerzone mit ihren zahlreichen Handels- und Gastronomiebetrieben großer Beliebtheit. Um dies auch in den nächsten Jahren zu gewährleisten plant die Stadt erhebliche Investitionen in den Ausbau und die gestalterische Attraktivierung der Fußgängerzone.

Schiene

St. Pölten ist ein bedeutender Knotenpunkt an der Westbahn, die als Eisenbahnhochleistungsstrecke ausgebaut wurde. Damit ist die Stadt über Wien - und mit der Weiterführung über Budapest - mit Osteuropa verbunden, und über Linz, Salzburg, München erschließt sich der Weg in Richtung Westen über Straßburg nach Paris.
Diese bedeutende Ost-West-Schienenachse wird derzeit viergleisig ausgebaut. In Richtung Wien entstand dabei durch das Tullner Feld eine Neubaustrecke, die es seit gut einem Jahr ermöglicht, das Wiener Stadtzentrum von St.Pölten aus in 23 Minuten Fahrzeit zu erreichen. Und auch die Güterzugumfahrung um die Stadt wird in einigen Jahren fertig gestellt werden.
Im Zuge dieser umfangreichen Ausbaumaßnahmen wurde auch der St. Pöltner Hauptbahnhof umfassend umgebaut. Die Stadt hat hierbei vor allem die angrenzenden Plätze neu gestaltet und wird am Hauptbahnhof die städtische Nahverkehrsdrehscheibe - die Verknüpfung der Verkehrsträger Schienenverkehr, Regional- und Stadtbus und Radverkehr - entwickeln.
Für die Eisenbahnverbindung in Richtung Norden (Krems und Tulln) liegt ein Ausbaukonzept vor, das in den nächsten Jahren schrittweise umgesetzt werden soll.
Die Kremser Bahn und die Traisental-Bahn sollen in den Hauptverkehrszeiten im Halbstundentakt mit dem Taktknoten St. Pölten verknüpft werden. Auf der Kremser Bahn wird der Abschnitt Herzogenburg - Krems gemäß des ÖBB-Rahmenplans 2013-2018 adaptiert und elektrifiziert, dadurch werden  kürzere Reisezeiten möglich.
Seit März 2014 gibt es in der Stadt ein neues alle Verkehrsträger beinhaltendes Generalverkehrskonzept, welches in den neu zu schaffenden Stadtentwicklungsplan 2014/2015 integriert werden wird.

Sonstiges

Das Kanalnetz der Stadt umfasst eine Länge von rund 300 km und wird laufend erweitert. Die Trinkwasserversorgung wird durch die Stadtwerke unter Nutzung des Grundwasserreservoirs sicher gestellt. Große Teile St.Pöltens sind an das städtische Fernwärmenetz angeschlossen.
Im Sinne einer zukunftsweisenden Abfallentsorgung hat die Stadt St. Pölten 2004 eine eigenständig betriebene mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlage (MBA) in Betrieb genommen.