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Mit Kooperationen im Gepäck von Kiel nach Oslo

St. Pöltner Wirtschaftsdelegation bricht nach Olso auf
ST. PÖLTEN / WIRTSCHAFT / ECOPOINT
ST. PÖLTEN  – Der zweite Tag der Wirtschaftsreise der St. Pöltner Unternehmen unter der Leitung von Bürgermeister Mag. Matthias Stadler und ecopoint-Chef Christoph Schwarz brachte wieder einige neue Erkenntnisse und gute Kontakte. Bei einem Treffen mit Kieler Wirtschaftstreibenden stellte das Stadtoberhaupt der niederösterreichischen Landeshauptstadt den Wirtschaftsstandort St. Pölten mit seinen Vorzügen und den niederösterreichischen Zentralraum touristisch in den Mittelpunkt. In der Folge ist es in Kiel gelungen, in mehreren Bereichen die Weichen für mögliche Kooperationen zu stellen.

Lehrlingsaustausch
Zwischen der Landeshauptstadt Kiel und Österreich bestand in früheren Zeiten ein Lehrlingsaustauschprogramm. „Ich habe mit dem Präsidenten der Industrie- und Handelskammer in Kiel, Honorarkonsul Dr. Fitz Süverkrüp, vereinbart, diese Tradition wieder aufleben zu lassen. Welche Lehrberufe sich für einen Lehrlingsaustauch eigen, wird Gegenstand der weiteren Gespräche sein. Jedenfalls wollen wir jungen Menschen die Chance bieten, einen Teil ihrer Ausbildung in Kiel bzw. St. Pölten zu machen. Dabei werden sich natürlich auch Kontakte unter den beteiligten Firmen ergeben“, so Stadler.

Immobilien
Im Bereich der Immobilienverwertung konnten laut Alexander Rechberger von den ÖBB Immobilienmanagement GmbH ebenfalls gute Kontakte geknüpft werden: „Der Vorstand des Verbandes der Immobilienberater der Region Nord, Bernd Hollstein, zuständig für Hamburg, Schleswig-Holstein und Berlin, wird meine Kontakt an Interessenten weitergeben und damit in Hinblick auf die Projektenwicklung bei der Verwertung der ÖBB-Grundstücke in St. Pölten Wörth behilflich sein. Es sollen besonders Logistikunternehmen für den Standort St. Pölten angesprochen werden.“

Kooperationen zwischen den Fachhochschulen St. Pölten und Kiel
Die Fachhochschule Kiel ist etwa dreimal so groß wie die FH St. Pölten und verfügt über ein breites Spektrum in der Ausbildung: Sozialarbeit, Gesundheitswissenschaften, technische Wissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und Medien. Die FH Kiel setzt den Schwerpunkt in der Forschung und ist gerade dabei, die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und Industrie zu intensivieren. Die Geschäftsführerin der Fachhochschule St. Pölten, Dr. Maria Gabriela Ondrejkovics-Fernandes, berichtet: „Wir kooperieren bereits seit etwa drei Jahren mit der FH Kiel, vor allem im Bereich des Austausches von Professoren und erst vergangenen Mai waren die Physiotherapeuten der FH St. Pölten zu Gast in Kiel. Wir haben die Kieler Kollegen eingeladen nach St. Pölten zu kommen, um den neuen Campus vorzustellen, wo wie vor allem im Bereich der Medientechnik besser ausgestattet sind wie hier in Kiel. Wir haben uns vorgenommen die Zusammenarbeit zu intensivieren.“


Zusammenarbeit Design und Kunst
Die Kunsthochschule Kiel hat 500 Studierende, der Überschneidungsbereich mit der New Design University in St. Pölten liegt in der Innenarchitektur. Mag. Johannes Zederbauer, Geschäftsführer den NDU berichtet nach seinen Unterredungen: „Hier wird die selbe Ausbildung angeboten wie in St. Pölten und deshalb sehen wir dort die Möglichkeit zur Zusammenarbeit. In den Gesprächen ging es um Strukturfragen und es wurden verschiedene Kennzahlen im Studienbereich verglichen. Wichtig ist jetzt, dass wir unseren Studiengangsleiter mit dem der Kunstuniversität Kiel in Verbindung bringen und eine Beziehung aufbauen. Wir wollen mit kleinen realistischen Schritten beginnen und die Kollegen aus Kiel vielleicht einmal zu einer Jury einladen und umgekehrt. Es war ein sehr offenes, konstruktives und spannendes Gespräch.“

Auch andere Delegationsmitglieder konnten Kontakte knüpfen, die in der Zukunft genutzt werden können.

Auf nach Oslo
Nach Abschluss des Programms in Kiel machten sich die St. Pöltner Unternehme mit dem Fährschiff nach Oslo auf. Der Höhepunkt der Überfahrt war ein Zusammentreffen mit Olav Nils Sunde, dem Eigentümer von Sunpor St. Pölten. Sunde hieß den Bürgermeister und die Delegation herzlich willkommen und berichtete: „St. Pölten ist ein ganz wichtiger Standort des Sunde Konzerns. Wir haben mit 26 Mitarbeitern in St. Pölten und zwei Mitarbeitern in Oslo 1986 begonnen. Inzwischen hat der Sunde-Konzern einen Umsatz von 1, 2 Mrd Euro im Jahr und beschäftigt 6.000 Mitarbeiter. Von unserem Werk in St. Pölten geht die Innovation aus und weil wir Marktführer bei den Dämmstoffen sind, verdoppeln wir dort auch die Produktion. Zum Sunde Konzert gehören mittlerweile zudem die Color-Line und fast 700 Mode-Shops. Der Ursprung unseres Erfolges liegt aber in St. Pölten. Es freut mich sehr, dass die St. Pöltner Wirtschaftstreibenden diese Reise unternehmen und nach Oslo kommen. So können wir unsere Kontakte intensivieren.“

9.11.2011

Wirtschaftsreise-Bildungskooperaiton
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Foto (Koutny)
Ing. Franz Schmitzberger (Sunpor Kunstoff GmbH) Olav Nils Sunde und Bürgermeister Mag. Matthias Stadler auf der Brücke des Fährschiffes.