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Ändert sich St. Pöltens Skyline?

Hochhausstudie wurde präsentiert
Die von der Stadtplanung St. Pölten und dem Raumplanungsbüro Emrich Consulting erstellte Hochhausstudie wurde am 2. Juni 2009 den Mitgliedern des St. Pöltner Gemeinderates präsentiert.

Mit der letzten Novellierung zum Raumordnungsgesetz wurde die Ausweisung so genannter Hochhauszonen vorgeschrieben. Deshalb müssen künftig im Flächenwidmungsplan der Stadt Zonen ausgewiesen werden, wo Hochhäuser errichtet werden dürfen. Darüber hinaus sind, so wie in anderen europäischen und österreichischen Städten, auch in St.Pölten Hochhäuser wieder zu einem städtebaulichen Thema geworden und die NÖ Landeshauptstadt erlebt derzeit einen historischen Bau-Boom. Deshalb ist es notwendig sich mit der Thematik „Hochhäuser in der Stadt“ zu beschäftigen, um aus der Sicht der Raum- und Stadtplanung für die Zukunft gerüstet zu sein.
 
„Die Hochhausstudie stellt eine gute Grundlage für eine weitere, breite Diskussion dar und fasst wichtige Beurteilungskriterien zusammen,“ verdeutlichte Bürgermeister Mag. Matthias Stadler bei der Präsentation. „Sie ist somit auch die Basis für eine allfällige Ausweisung von Hochhauszonen im örtlichen Raumordnungsprogramm der Stadt. Es wird aber kein Manhattan für St. Pölten geben!“

Der Begriff „Hochhaus“ bezeichnet gemäß der NÖ. Bauordnung alle Gebäude, die eine Gebäudehöhe von 25 m überschreiten. Es geht also nicht grundsätzlich um Gebäude welche die typische Gestalt und die übergroße Höhe eines Wolkenkratzers haben.

Als „potentielle Hochhauszonen“ ausgewiesene Gebiete sind in der Studie z.B. Areale östlich des Hauptbahnhofes oder auch Flächen des Landeskrankenhauses.

„Das heißt jedoch noch nicht, dass dort auch tatsächlich Hochhäuser hinkommen. Die vorliegende Studie bildet die Grundlage, in diesen potentiellen Hochhauszonen die baurechtlichen Voraussetzungen zur Errichtung höherer Gebäude zu schaffen. Sollte ein Bauträger einen entsprechenden Antrag stellen, werden die weiteren Planungsschritte in Angriff genommen.“ erklärte der Leiter der Stadtplanung DI Jens de Buck und fügte hinzu: „Für Bauwerber liegt nun mit der Hochhausstudie ein Katalog vor, in dem alle Kriterien für die Planung zur Errichtung eines höheren Gebäudes in St. Pölten aufgelistet sind.“

Mit der Hochhausstudie stehen nun aber auch für die Entscheidungsträger der Stadt künftig alle wesentlichen Unterlagen zur Verfügung, um Bauprojekte im Bereich „Hochhaus“ unter Berücksichtigung der gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie Einbeziehung der stadtplanerischen Visionen professionell abwickeln zu können, damit auch in Zukunft die hohe Lebensqualität und die ansprechende „Skyline“ der Stadt erhalten bleiben.
Abgenommen durch:
Die Redaktion
Stand: 03.06.2009