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Glanzstoff-Mitarbeiter brauchen Klarheit

Gespräche mit den Betriebsräten
Während andere unberechtigte Anschuldigungen erheben und sich plötzlich berufen fühlen, Probleme zu lösen, bei denen sie bisher untätig waren, waren am 23. Juli 2008 Landeshauptmannstellvertreter Dr. Sepp Leitner und Bürgermeister Mag. Matthias Stadler in der Glanzstoff vor Ort, und haben dort mit den Arbeiter- und Angestelltenbetriebsräten und deren Vorsitzenden Willi Edelbacher und Karl Reiterer gesprochen.

Erste Kontakte gab es schon am 18. Juli, rund zweieinhalb Stunden nach der Pressekonferenz, bei der die Glanzstoffleitung die Schließung bekanntgegeben hat. Beim Gespräch vom 23. Juli 2008 wurde über die aktuelle Situation der Glanzstoffmitarbeiter ebenso diskutiert wie über Möglichkeiten, die unter Einhaltung der gültigen und vom UVS bestätigten Grenzwerte für eine Weiterführung des Betriebes bestünden. Dazu erwarten sich Landeshauptmannstellvertreter Leitner und Bürgermeister Stadler klare Aussagen der Geschäftsführung, mit der für Anfang August ein Termin fixiert wurde.

Ein zentrales Thema beim Gespräch mit den Betriebsräten war natürlich die Vermittlung von Arbeitsplätzen für die Betroffenen. Landeshauptmannstellvertreter Leitner und Bürgermeister Stadler gaben dabei klare Informationen über die Möglichkeiten des AMS über eine Arbeitsstiftung und einen Sozialplan. Die Stadt wird ihre Vorgangsweise mit dem AMS abstimmen, um ein bestmögliches Ergebnis für Belegschaft zu erzielen. Er selbst, so der Bürgermeister, habe sich bereits schriftlich an alle größeren Betriebe in St. Pölten gewandt und dabei um die Möglichkeit ersucht, den Betroffenen neue Arbeitschancen zu eröffnen. Im Magistratsbereich, so konnte er mitteilen, stehen dafür rund zehn Positionen in den verschiedensten Tätigkeitsbereichen ab September zur Verfügung, weitere Arbeitsplätze für Härtefälle sollen in Folge noch angeboten werden.

Landeshauptmannstellvertreter Leitner und Bürgermeister Stadler stellten auch ein persönliches Patenschaftsmodell vor allem für ältere und schwer vermittelbare Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor: „Wir werden dabei als Paten fungieren und uns persönlich um eine wirklich gute Lösung für den Betroffenen kümmern.“

„Wie immer die Verhandlungen über die Zukunft des Werkes ausgehen werden, für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählt in diesen schweren Tagen vor allem eine zukunftsorientierte Lösung, die im Idealfall von allen politischen Kräften erarbeitet wird. Von Schuldzuweisungen und Halbwahrheiten haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gar nichts“, erklärten Landeshauptmannstellvertreter Leitner und Bürgermeister Stadler.        
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Die Redaktion
Stand: 23.07.2008