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Das Energieleitbild der Stadt St. Pölten
Dr. Kloimstein (Leiter des Fachbereichs Umwelt), Bgm. Stadler, EVN GenDir. Dr. Hofer und EVN-Energieexperte Igelspacher präsentieren das Energieversorgungskonzept und Energieleitbild der Stadt St. Pölten.
Aufbauend auf einem von der EVN nunmehr fertig gestellten umfassendem Energiekonzept wurde von einem Arbeitskreis der Stadt ein zukunftsweisendes Energieleitbild erstellt.
„Unsere Energieversorgung steht vor großen Herausforderungen“, erklärt Bürgermeister Mag. Matthias Stadler die Motivation zur Erstellung des Leitbildes. „Schlagworte wie Klimawandel, Energieknappheit, steigende Energiekosten, zunehmende Abhängigkeit von Energieimporten, Mangel an Versorgungssicherheit oder steigende Risiken durch den Einsatz von Atomenergie bestimmen das Geschehen. Die Politik ist daher gefordert den Bürgern auch zukünftig eine nachhaltige Versorgung mit Energie zu gewährleisten. Wesentlich ist, dass durch die richtigen Weichenstellungen in der Energiepolitik Komfort und Lebensqualität auch zukünftig erhalten bleiben oder nach Möglichkeit sogar verbessert werden, ohne dass es zu einer höheren Kostenbelastungen für die Bevölkerung kommt. Langfristig bedeuten diese Entscheidungen auch einen Standortvorteil gegenüber anderen Städten und Regionen. Die mit den Maßnahmen verbundenen Investitionen geben darüber hinaus wichtige Wirtschaftimpulse und schaffen Arbeitsplätze vor Ort (beispielsweise bei Sanierung von Altbauten).“
Aus diesen Überlegungen heraus wurde ein Energieleitbild der Stadt St. Pölten für die Zukunft ausgearbeitet.
Auf Basis des Energieleitbildes können der für 2020 prognostizierte Energiebedarf sowie die CO² Emissionen in der Landeshauptstadt trotz Bevölkerungswachstums deutlich gesenkt werden. Durch sinnvolle Maßnahmen werden bis zu 60.000 Tonnen CO² pro Jahr vermieden; das entspricht einer Verringerung um 16 % im Vergleich zum Ist-Stand. Damit kann St. Pölten das Klimaschutz-Ziel der Republik Österreich erreichen.
Im Energiekonzept wurden aber auch zusätzliche Einsparungspotenziale identifiziert, deren Nutzung darüber hinausgehende positive Effekte für Energieeinsparung und Klimaschutz bewirken würde.
EVN Generaldirektor Dr. Burkhard Hofer: „Die langjährigen Partnerschaften zwischen EVN und den niederösterreichischen Gemeinden sind eine ideale Basis, um die hohe Lebensqualität unserer Kunden bei deutlich geringerem Energieverbrauch zu sichern. Das EVN Energiekonzept sowie das neue Leitbild für die Landeshauptstadt St. Pölten sind wichtige Schritte auf dem Weg in eine nachhaltige Energie- und Klimazukunft.“
Die im Energieleitbild festgelegte Vision lautet „St. Pölten-Vorbild für verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit Energie“
Die Landeshauptstadt will für das Bundesland und darüber hinaus Vorbild im verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit Energie sein.
Zur „Mission“ - das genannte Ziel soll durch Setzen von entsprechenden Maßnahmen und Motivation der Bürger der Stadt erreicht werden. Entsprechende Projekte sollen hierbei als Vorbild dienen. Als Beispiel ist die mit dem Partner EVN umgesetzte Fernwärmeleitung aus Dürnrohr zu nennen. Die damit verbundene Auszeichnung mit dem Climate – Star ist ein Ansporn für weitere Projekte in der Zukunft.
Kernpunkt der Grundsätze ist, dass den Bürgern und Gewerbetreibenden der Stadt Energiedienstleistungen in ausreichender Form und so sicher, kostengünstig, wirtschaftlich, umweltschonend und nachhaltig – wie nur irgendwie möglich – bereitgestellt werden. Effizienzsteigerung, Nutzung erneuerbarer Energien, Einsatz innovativer Technologien, Minimierung von Landschaftsverbrauch sowie Klimaschutz und Luftreinhaltung bilden dabei die wichtigsten Grundlagen für die Umsetzung.
Zu den konkreten Zielsetzungen des Leitbildes:
Die Ziele bauen auf drei Säulen (oder Hauptbereichen) auf:
Im Bereich nachhaltige und sichere Energieversorgung soll durch Vorzeigeprojekte, wie beispielsweise bei der Straßenbeleuchtung oder bei der Sanierung von stadteigenen Heizungsanlagen Vorbildwirkungen für Maßnahmen zum Energiesparen erzielt werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Bereich der Gebäude. Hierzu zählen beispielsweise Vorgaben betreffend den energetischen Baustandard bei stadteigenen Neubauten oder im geförderten Bereich, bzw. die Fortsetzung der thermischen Sanierungen stadteigener Gebäude.
Auch die Stadtplanung ist im Energieleitbild eingebunden - eine gute Durchmischung der Zwecke Wohnen, Freizeit, Einkaufen und Arbeiten führt zu Einsparungen bei der Verkehrsinfrastruktur, da hierdurch KFZ-Verkehr vermieden wird. Durch die Förderung „effizienter Mobilität“ soll der Anteil der Nutzung von Verkehrsmitteln, wie zu Fuß gehen, Radfahren und der öffentliche Nahverkehr gehoben werden. Hierzu zählt beispielsweise auch der weitere Ausbau des Radwegekonzeptes, bzw. die Weiterführung und Bewerbung des LUPs. Auch umweltfreundlichere Alternativen, wie der Einsatz von Gasfahrzeugen oder die E-Mobilität sollen durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit gefördert werden.
Im Bereich „Nutzung lokaler Energiequellen“ fallen alle erneuerbaren Energiequellen, insbesondere Solarwärme, Solarstrom, Windenergie und Wärmepumpen. Die Nutzung, speziell im Privatbereich, aber auch im Bereich von Industrie und Gewerbe soll zukünftig verstärkt werden. Neben den bestehenden Förderangeboten für Privathaushalten soll dies durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit und Beratung der Bürger geschehen.
Der Ausbau des Fernwärmenetzes ist ein wesentliches Element im Bereich „Kooperation“. In engen Zusammenhang damit stehen die Verdichtung des bestehenden Fernwärmenetzes sowie die Festlegung und Abgrenzung von Netzerweiterungs- und Vorranggebieten. Ein Pilotprojekt „Fernkälteversorgung Krankenhaus“ könnte ein Leuchtturmprojekt für den Aufbau eines Fernkältenetzes werden.
Die Öffentlichkeitsarbeit muss ein Schwerpunkt des Leitbildes sein. Die Ziele des Energieleitbildes können nur in Zusammenarbeit mit den Bürgern verwirklicht werden. Daher ist die Bewusstseinsbildung und die Förderung von Eigeninitiative und Eigenverantwortung ein zentrales Element der Umsetzung.
Die Stadt St.Pölten ist seit jeher bestrebt Maßnahmen für Energieeffizienz, Energiesparen und Klimaschutz zu setzen und ist aus diesen Beweggründen bereits 1991 dem Klimabündnis beigetreten. Mit dem vorliegenden Energieleitbild sollen vorhandene Maßnahmen gebündelt, verstärkt und durch weitere Maßnahmen ergänzt werden.
„Unsere Energieversorgung steht vor großen Herausforderungen“, erklärt Bürgermeister Mag. Matthias Stadler die Motivation zur Erstellung des Leitbildes. „Schlagworte wie Klimawandel, Energieknappheit, steigende Energiekosten, zunehmende Abhängigkeit von Energieimporten, Mangel an Versorgungssicherheit oder steigende Risiken durch den Einsatz von Atomenergie bestimmen das Geschehen. Die Politik ist daher gefordert den Bürgern auch zukünftig eine nachhaltige Versorgung mit Energie zu gewährleisten. Wesentlich ist, dass durch die richtigen Weichenstellungen in der Energiepolitik Komfort und Lebensqualität auch zukünftig erhalten bleiben oder nach Möglichkeit sogar verbessert werden, ohne dass es zu einer höheren Kostenbelastungen für die Bevölkerung kommt. Langfristig bedeuten diese Entscheidungen auch einen Standortvorteil gegenüber anderen Städten und Regionen. Die mit den Maßnahmen verbundenen Investitionen geben darüber hinaus wichtige Wirtschaftimpulse und schaffen Arbeitsplätze vor Ort (beispielsweise bei Sanierung von Altbauten).“
Aus diesen Überlegungen heraus wurde ein Energieleitbild der Stadt St. Pölten für die Zukunft ausgearbeitet.
Auf Basis des Energieleitbildes können der für 2020 prognostizierte Energiebedarf sowie die CO² Emissionen in der Landeshauptstadt trotz Bevölkerungswachstums deutlich gesenkt werden. Durch sinnvolle Maßnahmen werden bis zu 60.000 Tonnen CO² pro Jahr vermieden; das entspricht einer Verringerung um 16 % im Vergleich zum Ist-Stand. Damit kann St. Pölten das Klimaschutz-Ziel der Republik Österreich erreichen.
Im Energiekonzept wurden aber auch zusätzliche Einsparungspotenziale identifiziert, deren Nutzung darüber hinausgehende positive Effekte für Energieeinsparung und Klimaschutz bewirken würde.
EVN Generaldirektor Dr. Burkhard Hofer: „Die langjährigen Partnerschaften zwischen EVN und den niederösterreichischen Gemeinden sind eine ideale Basis, um die hohe Lebensqualität unserer Kunden bei deutlich geringerem Energieverbrauch zu sichern. Das EVN Energiekonzept sowie das neue Leitbild für die Landeshauptstadt St. Pölten sind wichtige Schritte auf dem Weg in eine nachhaltige Energie- und Klimazukunft.“
Das Leitbild besteht aus 5 Kernkomponenten:
- Vision (der gewünschte, ideale Zustand für die Gemeinde)
- Mission (der Weg zur Verwirklichung der Vision)
- Grundsätze (oder Rahmenbedingungen)
- Zielsetzungen (Mittelfristige Vorgaben)
- Maßnahmen (Konkrete Schritte)
Die im Energieleitbild festgelegte Vision lautet „St. Pölten-Vorbild für verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit Energie“
Die Landeshauptstadt will für das Bundesland und darüber hinaus Vorbild im verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit Energie sein.
Zur „Mission“ - das genannte Ziel soll durch Setzen von entsprechenden Maßnahmen und Motivation der Bürger der Stadt erreicht werden. Entsprechende Projekte sollen hierbei als Vorbild dienen. Als Beispiel ist die mit dem Partner EVN umgesetzte Fernwärmeleitung aus Dürnrohr zu nennen. Die damit verbundene Auszeichnung mit dem Climate – Star ist ein Ansporn für weitere Projekte in der Zukunft.
Kernpunkt der Grundsätze ist, dass den Bürgern und Gewerbetreibenden der Stadt Energiedienstleistungen in ausreichender Form und so sicher, kostengünstig, wirtschaftlich, umweltschonend und nachhaltig – wie nur irgendwie möglich – bereitgestellt werden. Effizienzsteigerung, Nutzung erneuerbarer Energien, Einsatz innovativer Technologien, Minimierung von Landschaftsverbrauch sowie Klimaschutz und Luftreinhaltung bilden dabei die wichtigsten Grundlagen für die Umsetzung.
Zu den konkreten Zielsetzungen des Leitbildes:
Die Ziele bauen auf drei Säulen (oder Hauptbereichen) auf:
- Nachhaltige und sichere Energieversorgung
- Nutzung lokaler Energiequellen
- Kooperation
Im Bereich nachhaltige und sichere Energieversorgung soll durch Vorzeigeprojekte, wie beispielsweise bei der Straßenbeleuchtung oder bei der Sanierung von stadteigenen Heizungsanlagen Vorbildwirkungen für Maßnahmen zum Energiesparen erzielt werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Bereich der Gebäude. Hierzu zählen beispielsweise Vorgaben betreffend den energetischen Baustandard bei stadteigenen Neubauten oder im geförderten Bereich, bzw. die Fortsetzung der thermischen Sanierungen stadteigener Gebäude.
Auch die Stadtplanung ist im Energieleitbild eingebunden - eine gute Durchmischung der Zwecke Wohnen, Freizeit, Einkaufen und Arbeiten führt zu Einsparungen bei der Verkehrsinfrastruktur, da hierdurch KFZ-Verkehr vermieden wird. Durch die Förderung „effizienter Mobilität“ soll der Anteil der Nutzung von Verkehrsmitteln, wie zu Fuß gehen, Radfahren und der öffentliche Nahverkehr gehoben werden. Hierzu zählt beispielsweise auch der weitere Ausbau des Radwegekonzeptes, bzw. die Weiterführung und Bewerbung des LUPs. Auch umweltfreundlichere Alternativen, wie der Einsatz von Gasfahrzeugen oder die E-Mobilität sollen durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit gefördert werden.
Im Bereich „Nutzung lokaler Energiequellen“ fallen alle erneuerbaren Energiequellen, insbesondere Solarwärme, Solarstrom, Windenergie und Wärmepumpen. Die Nutzung, speziell im Privatbereich, aber auch im Bereich von Industrie und Gewerbe soll zukünftig verstärkt werden. Neben den bestehenden Förderangeboten für Privathaushalten soll dies durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit und Beratung der Bürger geschehen.
Der Ausbau des Fernwärmenetzes ist ein wesentliches Element im Bereich „Kooperation“. In engen Zusammenhang damit stehen die Verdichtung des bestehenden Fernwärmenetzes sowie die Festlegung und Abgrenzung von Netzerweiterungs- und Vorranggebieten. Ein Pilotprojekt „Fernkälteversorgung Krankenhaus“ könnte ein Leuchtturmprojekt für den Aufbau eines Fernkältenetzes werden.
Die Öffentlichkeitsarbeit muss ein Schwerpunkt des Leitbildes sein. Die Ziele des Energieleitbildes können nur in Zusammenarbeit mit den Bürgern verwirklicht werden. Daher ist die Bewusstseinsbildung und die Förderung von Eigeninitiative und Eigenverantwortung ein zentrales Element der Umsetzung.
Die Stadt St.Pölten ist seit jeher bestrebt Maßnahmen für Energieeffizienz, Energiesparen und Klimaschutz zu setzen und ist aus diesen Beweggründen bereits 1991 dem Klimabündnis beigetreten. Mit dem vorliegenden Energieleitbild sollen vorhandene Maßnahmen gebündelt, verstärkt und durch weitere Maßnahmen ergänzt werden.
Abgenommen durch:
Die Redaktion
Stand: 16.11.2009
Die Redaktion
Stand: 16.11.2009
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