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Domplatz neu

Masterplan in Umsetzung
Die Ideen und Konzepte des Masterplans wurden erst kürzlich unter dem Motto „Visionen 2020“ präsentiert. Wenngleich bei manchen Projekten die Frage nach der Finanzierbarkeit noch im Raum steht, wird in der Praxis an der Realisierung des Masterplans längst gearbeitet. Von der Fachhochschule, dem Gesundheitsviertel, dem Hauptbahnhof und der Fußgängerzone bis hin zum Rathausumbau und zum Radwegenetz, um nur einiges zu nennen, ist vieles bereits in Umsetzung und in Planung, wurden und werden dafür von der Stadt beträchtliche Investitionen getätigt.

Zu den Eckpunkten des Masterplan zählt die Umgestaltung des Domplatzes. Nachdem der Gemeinderat seine Zustimmung für die Erweiterung der Fußgängerzone gegeben hat, soll bereits in der Gemeinderatssitzung am 11. Juli 2008 ein Grundsatzbeschluss zur Neugestaltung des Domplatzes gefasst werden. Dieser sieht vor, dass ein Konzept für die Neunutzung des Domplatzes erarbeitet werden soll, wobei neben den Gremien der Stadt und den Fachdiensten des Magistrats auch die Innenstadtplattform und die Diözese eingebunden werden. Dem Ergebnis entsprechend wird dann zu einem Architektenwettbewerb für die Platzstrukturierung bzw. Platzgestaltung eingeladen, ehe dann die archäologischen Grabungen und anschließend die baulichen Maßnahmen erfolgen. „Voraussetzung dafür ist natürlich die Schaffung von Ersatzstellflächen“, stellte Bürgermeister Mag. Stadler klar.
Inhaltlich reichen die bisherigen Diskussionen rund um die Neunutzung von einem offenen Domplatz, der weitgehend für gelegentlich Event-Nutzung freigehalten wird, über die Installierung eines Tages- oder Wochenmarktes, bis hin zum liturgischen Vorplatz der Kathedralkirche, oder zum grünen Platz mit parkähnlichen Elementen. Auch eine teilweise Parkplatznutzung wurde angedacht.
Die zwischenzeitlich ebenfalls diskutierte Idee einer Tiefgarage unter dem Domplatz hat sich wegen der hohen Sicherungs- und Baukosten, der extrem hohen Kosten für die tiefgreifenden archäologischen Rettungsgrabungen und wegen der relativ schlechten Zufahrtsmöglichkeit als unrealistisch erwiesen. Gegen eine Tiefgarage spricht sich auch das Bundesdenkmal aus, welches zwar für Ausgrabungen eintritt, aber nicht für eine Entfernung der Funde, wie dies am Rathausplatz der Fall war. Diese sollen am Domplatz für nächsten Generationen erhalten bleiben, die dann bessere technische und wissenschaftliche Möglichkeiten der Erforschung haben werden. Außerdem wäre das Platzangebot für eine Tiefgarage sehr gering, da aus statischen Gründen ein entsprechender Abstand zum Dom und den anderen umliegenden Gebäuden einzuhalten wäre.  
Der Zeitplan für die Neugestaltung des Domplatzes hängt maßgeblich von der Möglichkeit ab Ersatzparkplätze zu realisieren. Geht man davon aus, dass dies in Zusammenhang mit der Schaffung eines Parkdecks östlich des Bahnhofs möglich ist, so wäre optimistisch ein Baubeginn ab 2010 - 2011, pessimistisch ab 2012 -2014 denkbar.

Die Gesamtkosten können heute noch nicht beziffert werden, sie werden aber jedenfalls mehrere Millionen Euro ausmachen und sollen zu gegebener Zeit den Gremien der Stadt zum Beschluss vorgelegt werden. Bei der Neugestaltung bzw. den archäologischen Maßnahmen sollen Landes- und Bundesförderungen angesprochen werden.
Abgenommen durch:
Die Redaktion
Stand: 04.07.2008