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Windkraftanlagen im Aufwind

Expertentreffen beim Windenergiesymposium in St. Pölten
Bereits zum siebenten Mal in Folge findet das Österreichische Windenergie-Symposium AWES am 20. Oktober 2009 im St. Pöltner Landhaussaal statt. Das Symposium gilt als bedeutendes Informations- und Diskussionsforum für die gesamte Windenergiebranche Österreichs und der angrenzenden mittel- und osteuropäischen Länder und soll einer weiteren Effizienzsteigerung und zu verbesserten Rahmenbedingungen für die Windkraft sorgen. Neben rund 300 Windenergie-Experten aus zehn Ländern nahmen Umwelt-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf und Bürgermeister Mag. Matthias Stadler an dieser Veranstaltung teil.

„Vor rund zwanzig Jahren wurden die erneuerbaren Energien Wasserkraft, Windenergie, Solarenergie, Erdwärme und Biomasse müde belächelt. Heute aber führt an diesen "alternativen" Energiequellen kein Weg mehr vorbei“, formulierte Bürgermeister Mag. Matthias Stadler bei der Eröffnung des Symposiums. „Viel hat sich bei der Windenergie in den letzen Jahren getan. Der Windkraftmarkt entwickelte sich weltweit dynamisch und Windkraftanlagen gehören heute bereits zum Erscheinungsbild vieler Gebiete. Im Stadtgebiet von St. Pölten stehen derzeit 15 Windkraftanlagen. Sie haben eine Nennleistung von 10,5 MW und produzieren 20,9 Mio. kWh (Kilowattstunden) sauberen Windstrom pro Jahr. Das entspricht dem Jahresbedarf von ca. 6.000 Durchschnittshaushalten“, so das Stadtoberhaupt weiter.

Die derzeit in Österreich errichteten 617 Windkrafträder mit einer Nennleistung von 995 MW ersetzen energetisch das 1978 abgelehnte Atomkraftwerk Zwentendorf bei weitem und produzieren Strom für über 570.000 Haushalte.

Die Stadt St. Pölten fördert seit Jahren die Nutzung der Windenergie. Bereits 2001 wurde daher ein Windatlas für das Stadtgebiet erstellt um das Windenergiepotential unter Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen für die Anrainer und des Landschaftsschutzes optimal nützen zu können.

Die Vortragenden und die Teilnehmer des Symposiums sehen durch das in Kraft treten des neuen Ökostromgesetzes überaus positiv in die Zukunft und hoffen, dass nun auch die Einspeistarife auf ein für die Ökoenergie-Erzeuger günstiges Niveau festgelegt werden.

„Als Klimabündnisstadt wird St. Pölten – neben vielen anderen erneubaren Energiequellen - weiterhin die Windenergie und Veranstaltungen, wie das Windenergie-Symposium, fördern. Mit dieser sauberen CO2-freie Energie wird dem Treibhauseffekt und dem Problem der schwindenden traditionellen Energieressourcen wirksam entgegengewirkt“ meinte Stadler abschließend und fügt hinzu: „Zudem muss man beachten, dass die ökonomische Bedeutung des Ausbaus von erneuerbarer Energie enorm ist. Der Windenergiemarkt boomt und weist eine Wachstumsrate von rund 30% pro Jahr auf. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist das ein wichtiger Hoffnungsmarkt für österreichische Unternehmen, die in vielen Bereichen bereits zu den Marktführern zählen.“
Abgenommen durch:
Die Redaktion
Stand: 20.10.2009