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Siemens hat in NÖ um 300 Millionen "eingekauft"

Siemens hat sich in Niederösterreich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008 wieder als wichtiger Wirtschaftsfaktor erwiesen - und als Unternehmen, das auf vielerlei Ebenen Innovationen vorantreibt.
Im Vorjahr (das Geschäftsjahr läuft jeweils bis 30. September) erzielte Siemens in Niederösterreich mit 29 Mitarbeitern einen Umsatz von 160 Millionen Euro (plus 29 Prozent), "der Auftragseingang stieg von 138 auf rund 180 Millionen Euro an", sagte Josef Kolarz-Lakenbacher, Leiter der St. Pöltner Niederlassung der Siemens AG Österreich. Vor allem aber sei Siemens auch ein wichtiger Geschäftspartner der heimischen Wirtschaft. "Siemens hat um rund 300 Millionen Euro in Niederösterreich eingekauft".

Anlässlich der Eröffnung der neuen Gebäudeleittechnikzentrale in der Niederlassung St. Pölten war auch Siemens Österreich-Generaldirektorin Brigitte Ederer angereist und spendete Lob: "Siemens ist in Niederösterreich in allen drei großen Siemens-Themenfeldern - Industrie, Energie und Health Care (Gesundheitsversorgung) - gut unterwegs" und treibe auch das "Lebenselexier Innovation" stark voran. Ederer grundsätzlich: "Wir müssen als Technologiekonzern um das innovativer sein, was wir als Hochlohnland teurer sind."
 
Eine dieser Innovationen wurde jetzt formal eröffnet: Von der Gebäudeleittechnikzentrale "Advantage Operation Center" (AoC) in St. Pölten aus werden bereits rund 250 großteils öffentliche Gebäude und Schulen, aber auch Hotels, Glashäuser etc. auf die Optimierung der Energienutzung überwacht und "ferngesteuert". Von dieser Schaltstelle aus, die via Internet mit den jeweiligen Objekten verbunden ist, sollen demnächst auch 100 Objekte in Ungarn und bald die ersten in Kroatien "gewartet" werden. Das "Design" des AoC wurde übrigens in Zusammenarbeit mit der New Design Universität (NDU) in St. Pölten gestaltet.

Generell ist Siemens stark mit den Forschungseinrichtungen in der Landeshauptstadt St. Pölten verknüpft. So gibt es ein gemeinsames Projekt zwischen dem Kompetenzzentrum für Biometrie in Graz und der Abteilung für "IT Security" an der FH St. Pölten. Als spannend und zukunftsweisend erweist sich auch ein weiteres Forschungsprojekt, das rund um die FH St. Pölten in den Feldversuch gehen soll. Kolarz-Lakenbacher: "Wer sagt denn, dass Straßenlaternen nur Licht abgeben müssen? In einem gemeinsam mit der Abteilung für Computersimulation an der FH St. Pölten durchgeführten Forschungsprojekt soll getestet werden, wie man auch Messungen der Luftgüte, Verkehrszählungen, Parkraumüberwachung oder Glatteiswarnungen bewerkstelligen kann."

Innovative Medizintechnik von Siemens steckt mittlerweile zunehmend in den Krankenhäusern. Beispiele: Im Waldviertelklinikum in Horn wurde eine moderne Angiographie-Anlage installiert. Sie erlaubt die Darstellung der menschlichen Gefäße in 3D - zur Erkennung von Gefäßerkrankungen. Für das Krankenhaus Mödling lieferte Siemens den weltweit ersten Computertomographen mit zwei Röntgenröhren. "Damit sind Herzuntersuchungen ohne Reduktion der Herzfrequenz möglich", erläuterte Kolarz-Lakenbacher.

Siemens hat daneben auch die Gebäudetechnik in den Krankenhäusern Mistelbach und Zwettl modernisiert, ein neues Leittechniksystem für das Kraftwerk Dürnrohr geliefert oder das Umspannwerk der EVN in Amstetten mit einer neuen Schaltanlage ausgestattet. Die neue Gebäudeleittechnikzentrale in St. Pölten wirkt sich auch auf den Mitarbeiterstand aus. "Wenn wir sie - wie geplant - weiter ausbauen", so Kolarz-Lakenbacher, "dann werden wir sie um zwei bis drei Mitarbeiter aufstocken".

Web: www.siemens.com

Quelle: Auszug aus dem Wirtschaftspressedienst
Abgenommen durch:
Die Redaktion
Stand: 16.05.2009