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FH St. Pölten: Rektor Vyslozil setzt auf "Exzellenz"

St. Pöltens Fachhochschule bleibt auf Wachstumskurs.
Im Herbst werden zu den derzeit elf Studiengängen mit 1.715 Studierenden drei neue Masterstudiengänge dazukommen. "Wir werden dann an die 1.850 Studierende im Haus haben", so Geschäftsführer Gernot Kohl.

Neu im Angebot sind die Masterstudiengänge Medienmanagement, Soziale Arbeit und Information Security. Im neuen Studienjahr wird auch das dritte Studentenheim in der Nähe des FH-Campus fertig sein. Mit 124 neuen Heimplätzen stehen den Studierenden dann insgesamt rund 500 Plätze zur Verfügung, erklärte St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler.

Mehr als 1.400 Absolventinnen und Absolventen hat die FH bereits in den Markt entlassen, sie würden dort "sehr gute Jobmöglichkeiten" vorfinden, registriert man in der Fachhochschule. Weil aber nach Meinung des neuen Rektors, des ehemaligen APA-Geschäftsführers Wolfgang Vyslozil, die Krise den Arbeitsmarkt noch verstärkt treffen wird, will er seine Absolventen mit einem exzellenten Ausbildungsangebot top-fit für den Arbeitsmarkt machen.

"Dieses Ziel, die employability der Absolventen, ist unser zentrales Thema, dem werden wir alles unterordnen", gibt sich Vyslozil kämpferisch. Er will den FH-Absolventen in allen Ausbildungsschienen - Mensch, Wirtschaft, Technik - jedenfalls solide Grundkompetenzen in den Bereichen Management, Informatik und Kommunikation vermitteln.
Um Top-Qualität zu erreichen, will Vyslozil auch die Interdisziplinarität an der FH noch vertiefen - "da steckt sicher noch mehr drin", meine er. Immerhin hat die FH gerade aus einem interdisziplinären Projekt der Bereiche Simulationstechnik und Physiotherapie heraus das erste Patent angemeldet, wie die für Forschung und internationale Kontakte zuständige FH-Geschäftsführerin Maria Gabriela Fernandes erklärte. Auch die "internationale Palette" sei auf rund 70 Partner-Hochschulen erweitert worden. "Wir werden jetzt aktiv von außen auf Partnerschaften hin angesprochen", berichtete sie und ortete eine steigende internationale Anerkennung.

Die Aufwertung des Image sah Rektor Vyslozil als weiteren strategischen Schwerpunkt. "Wir werden noch mehr die regionale Verankerung und gleichzeitig die Internationalität pflegen", sagte er. "Unsere Ausbildung ist für einen europäischen Arbeitsplatz gedacht", und da müsse die "Marke FH St. Pölten" für Qualität stehen.

Stichwort Arbeitsplatz: Die Fachhochschule kann auch als Arbeitgeber punkten. 156 Köpfe - oder 110 Jobs im Vollzeit-Äquivalent - scheinen als hauptberufliches Personal auf, wozu 321 nebenberufliche Lehrende kommen.

Die Erlöse aus der Studienplatzfinanzierung, eigenen Forschungsprojekten sowie aus Zuschüssen der Stadt und des Landes wurden von 12,6 auf 13,5 Millionen Euro gesteigert. Für heuer sind 15 Millionen Euro das Ziel.

Ab Herbst wird der Bund seinen Beitrag pro Studienplatz zwar um 13,5 Prozent erhöhen, "gefordert waren aber 34 Prozent", sagte Bürgermeister Stadler, der für die Fachhochschule, eine 100-Prozent-Tochter der Stadt, "eine regelmäßige Valorisierung der Bundesbeiträge" einfordert. Es gehe darum, diesen "zukunftsorientierten Ausbildungssektor" nachhaltig abzusichern. Stadler: "Derzeit stehen aber keine Gelder für neue Studienbereiche zur Verfügung." Das "Überleben" sei derzeit nur bis 2010 gesichert.

Web: www.fhstp.ac.at

Quelle: Auszug aus dem Wirtschaftspressedienst
Abgenommen durch:
Die Redaktion
Stand: 16.05.2009