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St: Pölten ist „Climate Star“

Stadler: „Unsere Maßnahmen zum Klimaschutz sind international anerkannt!“
Am 22. Oktober 2009 konnte Bürgermeister Mag. Matthias Stadler die Auszeichnung der Stadt St. Pölten mit dem internationalen Klimaschutz-Preis „Climate-Star“ im Rahmen einer Festveranstaltung mit über 220 Gästen im Stift Melk entgegennehmen.

„444 Gemeinden aus 11 europäischen Ländern haben beim kommunalen Klimaschutz-Wettbewerb mitgemacht. Wir können mit Recht sehr stolz darauf sein, dass wir bei einer derart großen Konkurrenz mit einem „Climate-Star“ in der Kategorie 2 (Städte bis 100.000 Einwohner) mit dem eingereichten Projekt „Fernwärme NEU“ von einer internationalen Jury ausgezeichnet wurden. Das zeigt, dass der Ausbau des St. Pöltner Fernwärmenetzes mit der längsten Fernwärme-Transportleitung von Dürnrohr nach St. Pölten in Zusammenarbeit mit unserem Partner EVN richtungweisend ist und international Anerkennung findet“, freut sich Bürgermeister Mag. Matthias Stadler über den Preis und die Tatsache, dass St. Pölten nun in Europa auch offiziell als Vorbild in Sachen Klimaschutz gilt. „Neben der Fernwärme NEU setzt die Stadt als Klimabündnisgemeinde seit 1991 aber noch eine Reihe anderer wichtiger Maßnahmen, wie etwa das LUP-Bussystem, die Förderung von Wind- und Solarenergie, das Radverkehrskonzept, die gezielte Forcierung regionaler, saisonaler Produkte auf den St. Pöltner Märkten, die Förderung der klimafreundlichen, bodennahen Gülleaufbringung auf den Äckern etc. Ich sehe die Auszeichnung als Auftrag, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen.“

Die Preisverleihung nahmen Umweltlandesrat Dr. Stephan Pernkopf und Ulrike Janssen vom Klimabündnis Europa vor. Als Laudator fungierte der ehemalige EU-Agrarkommissar Franz Fischler. Die Wetter- und Klimaexpertin Christa Kummer führte durch das von Konzertpianistin Elena Misirkova musikalisch umrahmte Programm.

Auszeichnung der Jugend gewidmet

„Beim Klimaschutz geht es um unsere Zukunft und ganz besonders auch um die Zukunft unserer Kinder. Ich beherzige die alte Weisheit: Wir haben unsere Umwelt nicht von unseren Vätern geerbt, sondern nur von unseren Kindern geliehen. Deshalb widme ich den „Climate Star“ vor allem den Kindern und jungen Menschen in St. Pölten“, meinte das St. Pöltner Stadtoberhaupt am Freitag nach der Preisverleihung und überreichte den „Climate Star“ im St. Pöltner Rathaus als Symbol für ein lebenswertes St. Pölten an zehn begeisterte Kinder der ÖKO-Hauptschule Pottenbrunn. Der Climate-Star wird damit auf eine Reise durch die St. Pöltner Schulen geschickt, damit sich die Jugendlichen mit den Klimaschutzmaßnahmen der Stadt im Unterricht auseinandersetzen können.

Climate Star

„Climate Star“ ist eine europäische Auszeichnung für innovativen und nachhaltigen Klimaschutz , der von „Climate Alliance“, der an Städte, Gemeinden und kommunale Zusammenschlüsse verliehen wird. Insgesesamt wurden heuer unter dem Motto „Auf kurzem Weg zum Klimaschutz“ in vier Kategorien 14 Gewinner aus acht Nationen ermittelt und ein Sonderpreis vergeben.

Die ausgezeichneten Projekte

Kategorie 1 - Gemeinden bis zu 10.000 EW:

Dorf an der Pram (A) „Kompletter Umstieg auf ‚Erneuerbare’ bis 2030“
Gleisdorf (A) „Leben im Sonnenzeitalter“
Poysdorf (A) „Energiesparinitiative“
Sand in Taufers (I) „Energiestandort mit Vorzeigecharakter“

Kategorie 2 - Städte und Gemeinden zwischen 10.000 und 100.000 EW:

Lustenau (A) „Kyoto-Ziel übererfüllt!“
St. Pölten (A) „Fernwärme NEU“
Ulricehamn (S) „Bis zu 50 % weniger Energieverbrauch in Unternehmen“

Kategorie 3 - Städte mit mehr als 100.000 EW:

Den Haag (NL) „Heizwärme aus der Nordsee“
Freiburg im Breisgau (D) „25 Jahre Energie-Baustandards“
Gent (B) „Lokaler Klimaplan“
Osnabrück (D) „Sun-Power-OS“

Kategorie 4 - Zusammenschlüsse von Städten und Gemeinden (Landkreise, Zweckverbände Boroughs oder freiwillige Zusammenschlüsse):

Kirklees (GB) „Kostenlose Wand- und Dachisolierungen“
Kommunalverband Skaraborg (S) „Wirtschaftliche Umweltentwicklung“
Provinz Barcelona (ES) „Aktiv gegen den Klimawandel“

Sonderpreis

Wien (A) „Umfassendes Klimaschutzprogramm“

Die dreiköpfige Fachjury bewertete die ausgezeichneten Projekte nach den Kriterien Innovationsgehalt, Effektivität, Kosteneffizienz und Übertragbarkeit:
  • Dr. Angelika Poth-Mögele, Leiterin der Politikabteilung des Rates der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) in Brüssel
  • Marité Moras, Sekretariat des Ausschusses für nachhaltige Entwicklung des Europarates in Straßburg
  • Dr. Ing. Stephan Wilforth, wissenschaftlicher Angestellter des Lehrstuhls Systemtheorie und Systemtechnik der Fakultät Raumplanung an der Universität Dortmund sowie Vorsitzender des Informationskreises für Raumplanung IfR e.V.



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Die Redaktion
Stand: 23.10.2009