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Jazz im Hof

16.08. bis 18.08.2018

 Donnerstag, 16. August, 19.30 Uhr

 

Jelena Popržan - Solo

 5-saitige Viola, Gesang, Looper, Maulgeige, Glasharmonika ...


Früher oder später musste es kommen: Jelena Popržans Soloprogramm. Vor etwa neun Jahren begann sie mit dem Duo Catch-Pop String-Strong Wiens Bühnen unsicher zu machen, auch mit Madame Baheux und Sormeh festigte sie ihren Ruf als einfallsreiche Arrangeurin, expressive Stimmkünstlerin und Entertainerin mit komödiantischem Talent und politischem Engagement. Wo immer man sie stilistisch verorten will: Neue & Alte Musik, World, Singer-Songwriting, Kabarett, Neues Wienerlied, Folk, Jazz oder was auch immer, Popržan saugt sich den Nektar aus all diesen Genres und lässt ihre ureigene Mischung daraus gären.

Eine abwechslungsreiche Revue darf erwartet werden, Songs, Kompositionen, Sounds. Hommagen für vergessene Traditionen und unvergessliches Neues!

Quelle: https://www.jelenapoprzan.com

Hörprobe: Jelena Popržan – Solo


Reigla – Tschüss mit E 

Robert Riegler (bass, voc)

Miriam Kulmer (voc)

Christoph Helm (guit, voc)

Martin Wöss (keyboard)

Christian Ziegelwanger (drums)

 

Leonard Cohen vertonte seine Gedichte, um ein größeres Publikum zu erreichen. Robert Riegler vertextet seine Kompositionen, um sein Publikum zu überraschen. Als genialer Instrumentalist wurde er von US-Musikern als „letzter schwarzer Weißer“ bezeichnet und „Reigla“ gerufen, da „Riegler“ für sie ein Zungenbrecher war. So entstand sein bis heute gängiger Nickname.

Weitgehend unbemerkt von seiner musikalischen Arbeit, ist er auch schreiberisch tätig. So entstanden im Laufe der Zeit immer wieder Texte, die er – ermuntert von Günther „Gunkl“ Paal – mit seinen Kompositionen zu verbinden begann. Der verspielt genaue musikalische Querfeldeingänger spannt seinen Bogen weit vom transponierten Mundartgstanzl bis zur Beziehungsballade. Seine Mottos vor jedem Song sind bereits legendär. Ein Motto im voraus: „Wissenschaftler haben herausgefunden, sind dann aber wieder hineingegangen!“

Begleitet wird er von dem fulminanten Drummer Christian Ziegelwanger (Dorretta Carter, Dancing Stars Orchestra) und dem ausgezeichneten Pianisten Martin Wöss (Tini Kainrath, Harri Stojka). Mit Christoph Helm (The Bad Powells, Jimmy Schlager) und dem blutjungen Ausnahmetalent Miriam Kulmer (Theo Bleckmann, Simone Kopmajer) hat er zwei kongeniale Musiker für seine Kompositionen gefunden.

Robert Riegler wurde 1963 geboren und lebt in Wien. Er ist einer der führenden europäischen E-Bassisten. 2005 stand er im Finale der First International Solo Bass Competition (Myrtle Beach, South Carolina). Zur Zeit unterrichtet er an der Kunstuniversität Graz sowie am Tiroler Landeskonservatorium. Er arbeitete mit Victor Wooten, Cindy Blackman, Don Alias, Michel Portal, Andy Sheppard, David Gilmore, Victor Lewis, Bobby Previte und vielen anderen zusammen. Von 1997 bis 2003 war er ständiger E-Bassist des Vienna Art Orchestra. 

Hörprobe (Robert Riegler mit Gerd Schuller's Keytrio): Reigla


Freitag, 17. August, 19.30 Uhr

 

Clemens Hofer’s TrioBoot – Comfort Zone (2 Konzerte!)

Clemens Hofer (Posaune)

Michiru Ripplinger (Gitarre)

Wolfgang Kendl (Schlagzeug)

Special Guest: Jon Sass (Tuba)

 

„Comfort Zone“ – so der Titel der neuen CD des Posaunisten Clemens Hofer – zeigt sich als ein überaus spannender Versuch, sich dem Jazz einmal aus einer anderen Perspektive anzunähern. Der Kärntner Musiker verfolgt mit seinem Trio einen sehr eigenständigen Jazzsound, einen, der auf mitreißende Art eine große Liebe sowohl für weite Melodiebögen als auch für alle möglichen freien Formen dieses Stils erkennen lässt.

Es sind nicht unbedingt die gewöhnlichen und einfachen klassischen Formen des Jazz, denen der Kärntner Posaunist Clemens Hofer und seine beiden jungen, hochtalentierten Mitmusiker Michiru Ripplinger (Gitarre) und Wolfgang Kendl (Schlagzeug) auf „Comfort Zone“ folgen. Nein, musikalisch ist das, was von dem Trio zu Gehör gebracht wird, doch etwas mehr im eigenwilligen und unkonventionellen Bereich angesiedelt. Und dennoch: Obwohl alles sein ganz besonderes Eigenleben entwickelt, der Grad der Komplexität ein durchgehend hoher ist und sich der Sound der Band unentwegt über zahlreiche spontane stilistische Brüche und Wechsel in der Melodie und im Aufbau ausdrückt, meiden die Nummern zu jeder Zeit kopflastige Sperrigkeit. Die sich zwischen swingender Tradition und experimentell angehauchter Moderne einpendelnde Musik des Dreiergespanns befindet sich in einem steten lebendigen und überaus gefühlvollen Fluss zwischen sanft-eleganter Gediegenheit und anspruchsvoller Vertracktheit, sie geht vom ersten Ton an ins Ohr und weiß auch nach mehreren Durchläufen zu gefallen.

Was Bandleader Clemens Hofer und seine kongenialen Kollegen in fast schon tänzelnder Manier meisterhaft beherrschen, ist, ihre Stücke über vielschichtige und detailverliebt ausgearbeitete Spannungsbögen in wunderbar stimmungsvolle Klanggeschichten zu verwandeln. Mal nähern sich die drei Beteiligten der Sache eher ruhig und zurückhaltend an, dann wieder lassen sie der Verspieltheit und ihrer Liebe zur kunstvollen Improvisation freien Lauf. „Comfort Zone“ gleicht einer ereignisreichen musikalischen Achterbahnfahrt durch die unterschiedlichsten klanglichen Umgebungen, die aufgrund ihrer nicht alltäglichen musikalischen Vielfalt sehr eigenständig aus den Boxen schallt.

Clemens Hofer’s TrioBoot zelebriert auf „Comfort Zone“ eine sehr interessante und zugleich unterhaltsame Sprache des Jazz, eine, die wirklich auffordert, ein zweites, drittes und viertes Mal hinzuhören.

Michael Ternai, musicaustria.at

Hörprobe: TrioBoot - Comfort Zone


 Samstag, 18. August , 19.30 Uhr

 

Trio PPP

Michel Portal (Klarinette, Saxofon, Bandoneon)

Emile Parisien (Saxofon)

Vincent Peirani (Akkordeon)

Special Guest: Bojan Z (Klavier, Rhodes)

 

Diese Zusammenkunft vereint zwei Musikergenerationen und zwei berühmte Duos: Michel Portal/Vincent Peirani und Vincent Peirani/Emile Parisien. Michel Portal, unvergleichlicher Saxofonist, Klarinettist und Bandoneonspieler, feiert seinen 82. Geburtstag und eine unglaubliche Karriere mit unzähligen Auszeichnungen. Der Meister der Improvisation und Abenteurer zwischen Jazz, Klassik und Filmmusik hat immer die Verbindung zur jungen Generation gepflegt.

Für dieses Ausnahme-Trio hat er sich von zwei sehr talentierten Musikern verführen lassen, die die europäische Jazzszene gerade „verheizt“: von dem Akkordeonspieler Vincent Peirani und dem Saxofonisten Emile Parisien. Neben ihrem Talent haben diese zwei Komplizen eine gemeinsame Energie, eine Kühnheit und eine unglaubliche Bühnenpräsenz; aber auch ein sehr poetisches und feierliches Album, Belle Epoque, ist 2014 erschienen.

Vincent Peirani wurde bei „Les Victoires du Jazz“ 2014 „enthüllt“ und 2015 zum Jazzmusiker des Jahres in Frankreich gekürt. Er liefert hier für uns mit Bravour eine Musik, die gleichzeitig fröhlich, kreativ und frech ist.

Der Improvisateur und Saxofon-Virtuose Emile Parisien, 2014 als Jazzmusiker des Jahres in Frankreich ausgezeichnet, teilt mit seinem Komplizen die Begeisterung für musikalische Abenteuer.

Mit diesen drei Ausnahmemusikern und Komponisten lassen wir uns ein auf eine unerwartete musikalische Reise, auf Dialoge, die gleichzeitig virtuos und von Leichtigkeit geprägt sind, auf Tradition und Improvisation.

Quelle: Festival Jazz à Saint-Germain-des-Prés, Paris

Pianist Bojan Z (für Zulfikarpašić) hat mit Michel Portal 2012 einen Auftritt in St. Pölten absolviert, von dem Gäste und Veranstalter gleichermaßen bis heute schwärmen. Wenn sein serbisches Blut seine Jazz-Seele einfärbt, entsteht ein musikalischer Cuvee, an dem sich seine Fans berauschen.

Hörprobe: Trio Michel Portal/Emile Parisien/Vincent Peirani

 

Nenad Vasilic Trio – Wet Paint

Nenad Vasilic (Kontrabass)

Bojan Z (Klavier, Rhodes)

Jarrod Cagwin (Drums)

 

Die musikalischen Wurzeln von Nenad Vasilic ließen sich zuweilen bis in die Albumtitel hinein verorten: Zuletzt hatte der Bassist mit dem Solowerk „The Art Of The Balkan Bass“ klargestellt, dass die ungeraden Takte alter Folklore sich für modernen Jazz bestens eignen. Davor hatte er bereits mit dem – wie er aus Serbien stammenden – Pianisten Bojan Z gearbeitet, aber die Bandstruktur auf „Seven“ – eine Hommage für die Brass-Band-Grooves der „7/8 Band“ – klang durchaus noch balkanesk und der Keyboarder spielte eher eine Gastrolle. Nun hat Vasilic mit Bojan Z und dem Klasse-Perkussionisten Jarrod Cagwin ein Trio aufgemacht, dessen Album den Titel „Wet Paint“ wahrlich verdient. Zwar baut man auch hier gern auf die schrägen Beats aus dem Fundus der alten Heimat, aber selbst so programmatisch scheinende Titelgebungen wie „Seven Blues“ oder „Balkanesque“ sowie ein altes russisches Kirchenlied enthalten ganz andere Klangfarben als bisher. Zu den fluffigen Rhodes von Bojan Z, die bis in die 1970er-Kiste greifen, und den freien Grooves aus Cagwins Arsenal switcht Vasilic vom runden Kontrabass zu fetten Knödelgrooves am E-Bass, schlüpft in ungewohnte Funkmuster und rockt auch mit Assistenz von Sohnemann Vuk am Slap-Bass eine alte Deep-Purple-Nummer durch die Decke. Kraftvoll, selbstbewusst, voller Esprit.

Text: Uli Lemke; Quelle: Jazz thing, Ausgabe 115, 12. 9. 2016

Hörprobe: Nenad Vasilic Trio


Weitere Infos: 

Beginn: jeweils 19.30 Uhr

Ort: Karmeliterhof, Prandtauerstraße 2, bzw. – bei Schlechtwetter - "Freiraum", Herzogenburger Straße 12.

Karten und Festivalpässe: Buchhandlung Schubert, Wiener Straße 6;  http://www.oeticket.com/


Jazzpass (alle 3 Abende): VVK €50,-/VVK-Ö1 € 45,-/AK € 55,-

Tageskarte: VVK € 18,-/VVK-Ö1 € 16,-/AK € 20,-/AK ermäßigt € 10,- (Schüler)


Jazz im Hof St Pölten

Tel.: +43 2742 333-2601 oder -2602

E-Mail: jazzimhof@gmx.at