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Naturdenkmal Siebenbründl

Ein Paradies für Orchideen und über 30 Vogelarten

Das Feuchtbiotop Siebenbründl wurde 1993 von der Stadt erworben. Das einschließlich der angrenzenden Pufferzonen rund 4,2 Hektar große Areal wurde zum flächenhaften Naturdenkmal erklärt, nicht zuletzt wegen der Bestände von Orchideen (Breitblättriges Fingerknabenkraut, Großes Zweiblatt), Prachtnelken und Wollgras.
Die angrenzenden Ackerflächen, vormals intensiv genutzt, wurden in Wiesen umgewandelt. Seit dem Abschluss von Nutzungsvereinbarungen gehören Nährstoffeinträge ins Siebenbründl der Vergangenheit an.
Zur Erhaltung der Orchideenbestände mähen seit dem Sommer 1998 Freiwillige örtlicher Naturschutzgruppen Schilf, das sich im Uferbereich ausbreitet, jährlich einmal.

Das ökologisch besonders wertvolle Feuchtgebiet besteht aus mehreren Quellaufstößen, an die moosige Quellfluren und Quelltümpel anschließen. Das kristallklare Wasser des abfließenden Quellbachs hat Wassergüteklasse I. Geologisch gesehen handelt es sich um eine Quellmulde am Rande der östlichen Hochterrasse des Traisentales bei Pottenbrunn. Nach der sogenannten "Flora-Fauna-Habitatrichtlinie" (Richtlinie 92/43/EWG) stellt das Siebenbründl als sogenannte Kalktuffquelle einen EU-weit gefährdeten Lebensraumtyp dar.

Im Pflanzenbestand besonders auffallend und für Feuchtgebiete typisch sind die "Horste" der Rispensegge. An bachbegleitenden Ufergehölzen sind knorrige Kopfweiden, Grauerlen, Traubenkirschen, Weißdorn, Hartriegel und Liguster anzutreffen. Sie dienen als Lebensraum für viele der über 30 nachgewiesenen Vogelarten, wie z.B. Goldammer, Girlitz, Mönchsgrasmücke, Zilpzalp und Blaumeise. Mit etwas Geduld und scharfem Blick kann man im Siebenbründl auch Sperber oder Turmfalken bei der Jagd beobachten.

Kontakt:
Magistrat St. Pölten

Referat Umweltschutz - Lebensraum
Heßstraße 6, 1. OG
3100 St. Pölten
Tel.: +43 2742 333-3304
E-Mail: umweltschutz@st-poelten.gv.at