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Tipps für Schwammerlsucher

Pilze sind schmackhaft, das Schwammerlsuchen macht Spaß, man darf jedoch nie vergessen, dass Pilze nicht ungefährlich sind.

Aus diesem Grund möchten wir Ihnen einige Tipps für das Sammeln, Transportieren, Aufbewahren und Zubereiten von Pilzen geben:

  • Nur gesunde Pilze sammeln, alte, schimmelige, durchnässte Pilze dürfen nicht gepflückt werden, da der Eiweißverderb wahrscheinlich schon eingesetzt hat. Trotzdem sollten sie nicht umgestoßen oder zertreten werden, denn sie sind nicht nur für den Fortbestand der Pilzart, sondern auch für das Ökosystem Wald wichtig.
  • Fraßspuren an Pilzen sind kein Zeichen für ihre Genießbarkeit. Schnecken, Maden oder Wild fressen auch für den Menschen tödlich giftige Pilze an, ohne selbst Schaden zu erleiden.
  • Giftpilze müssen nicht bitter oder scharf schmecken oder unangenehm riechen. Gerade die giftigsten heimischen Pilze, der Grüne, der Weisse und der Kegelhütige Knollenblätterpilz, aber auch Fliegenpilz, Pantherpilz oder der Kahle Krempling riechen und schmecken angenehm. Kosten Sie deshalb niemals einen Ihnen unbekannten Pilz.
  • Jeder einzelne Pilz muss genau untersucht werden, denn mitten unter Speisepilzen können giftige oder ungenießbare Doppelgänger wachsen.
  • Wenn Sie einen Pilz sicher bestimmt haben, sollten Schmutz, Erde, Sand, unbrauchbare oder vermadete Teile noch im Wald entfernt werden. Das hilft der Vermehrung der Pilze und der Sauberkeit Ihrer Küche. Lassen Sie zu junge, aber auch alte Exemplare prinzipiell stehen. Die einen sollen noch wachsen, die anderen geben noch Mengen von Pilzsporen ab und dienen als Nahrung und Unterschlupf für Insekten.
  • Transport und Aufbewahrung erfolgen am besten in einem luftdurchlässigen Korb. Trennen Sie jedoch Pilze, die Sie nicht sicher bestimmt haben, von anderen Speisepilzen. Das Gift mancher Pilze kann durch bloße Berührung auf genießbare Arten übertragen werden.
  • Pilze sollten möglichst kühl, trocken und luftig gelagert werden, denn matschige, feuchte oder in warmer, stickiger Luft aufbewahrte Pilze zersetzen sich sehr schnell und können allein durch den Verderb des Pilzeiweißes Vergiftungen hervorrufen. Plastiktragtaschen sind deshalb völlig ungeeignet.
  • Sollten Sie Ihre Pilze über einen längeren Zeitraum aufbewahren wollen, müssen sie entweder getrocknet oder tiefgefroren werden. Trotzdem: frische, kurz nach dem Pflücken zubereitete Pilze schmecken am besten.
  • Pilze niemals roh essen! Die meisten Pilze sind roh für den Menschen unverträglich. Manche Pilze, wie z.B. der Hallimasch, sind sogar roh giftig.
  • Vorsicht mit Alkohol! In Verbindung mit alkoholischen Getränken können manche Pilze, z.B. der Faltentintling, Vergiftungserscheinungen hervorrufen.
  • Pilze nicht in großen Mengen zu sich nehmen. Pilze sind durch ihre Eiweißstruktur (Chitin) für den Menschen generell schwer verdaulich. In zu großen Mengen genossen können sie den Magen zu sehr belasten.
  • Geben Sie der Natur eine Chance. Gefährdete, geschützte oder sehr seltene Pilzarten wie z.B. der Kaiserling sollten nicht gesammelt werden. Durch übermäßiges Sammeln sind bereits ganze Waldgebiete pilzfrei geworden.
  • Bei Vergiftungserscheinungen nach dem Genuss von Pilzen, die wie beim Knollenblätterpilz oft erst nach 24 Stunden auftreten können, ist unverzüglich ärztliche Hilfe nötig (Hausarzt, Ärztenotruf oder Vergiftungszentrale Wien, Tel. +43 1 4064343).
  • Zur Pilzbestimmung ist der ganze Pilz mit Stielbasis nötig. Der Pilz sollte mit dem Stiel aus dem Boden herausgedreht und nicht abgeschnitten werden. Giftige Knollenblätterpilze können sonst nur schwer erkannt und eventuell mit essbaren Pilzen verwechselt werden.



Wenn Sie sich nicht hundertprozentig sicher sind, ob Ihr Pilzfund auch wirklich genießbar ist: kommen Sie in unsere Pilzberatungsstelle!


Beratung:
Mo. - Do. 08.00 - 11.30 und 13.30 - 15.30 Uhr,
Fr. 08.00 - 12.00 Uhr
Umweltschutz- und Marktangelegenheiten
Heßstraße 6
3100 St. Pölten


Wir beraten Sie fachmännisch und kostenlos.

Tipp

Weitere Informationen erhalten Sie unter  www.pilzfinder.de oder www.ausgabe.natur-lexikon.com/pilze.php