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Verkehr, Infrastruktur und Stadtentwicklung

Zahlreiche laufende Infrastruktur- und Stadtentwicklungsprojekte sorgen dafür, dass St. Pölten attraktiv für seine Bewohnerinnen und Bewohner, aber auch für ansässige Betriebe und Betriebsansiedelungen bleibt.
Umbau Hauptbahnhof St. Pölten
Naherholungszentrum Viehofner Seen
Hochhausstudie 2009
Landschafts- und Grünraumkonzept St. Pölten 2010
Örtliches Raumordnungsprogramm und Stadtentwicklungskonzept
Radverkehrskonzept St. Pölten



Umbau Hauptbahnhof St. Pölten

Am 30. August 2006 erfolgte der offizielle Spatenstich zum Umbau des St.Pöltner Hauptbahnhofes. Bis zum Jahr 2011 wird er zu einer modernen und kundenorientierten Verkehrsdrehscheibe umgebaut. Das gesamte Investitionsvolumen beträgt über 200 Mio. Euro.
Der Hauptbahnhof stellt ein wichtiges Element der im Ausbau befindlichen Westbahn zwischen Wien und Salzburg dar.
Unter Federführung der ÖBB Infrastruktur und Bau AG entstehen neue Gleisanlagen, moderne Bahnsteigbereiche und ein attraktives Bahnhofsgebäude mit Kundenzentrum, Gastronomie- und Handelsflächen.
In den Verantwortungsbereich der Stadt St. Pölten fallen vorrangig die neu gestalteten Bahnhofsvorplätze auf der Nord- und Südseite des Hauptbahnhofs. Hier wird das Hauptaugenmerk auf die Funktions- und Qualitätsverbesserung des Umsteigeknotenpunktes Bahnhof gelegt. Neben der notwendigen Schaffung von Stellplätzen für den Individualverkehr werden in erster Linie die Bedingungen für die Fußgänger und Radfahrer sowie den Öffentlichen Nahverkehr erheblich verbessert.
Der neue Zugangsbereich zum Hauptbahnhof - da wo bis vor dem Umbau noch tausende Fahrzeuge fuhren - wird in die zentrale Mittelachse des Gebäudes, die Kremser Gasse, verlegt. Ein großzügiger Vorplatz mit hoher Aufenthaltsqualität bildet den Übergang in die historische Kernstadt St.Pölten, hier findet die Fußgängerzone der Innenstadt praktisch eine Fortsetzung bis in das Bahnhofsgebäude hinein.
Mit dem Ziel der weiteren Attraktivierung des Radverkehrs werden neue Radwege und verschiedene Fahrradabstellanlagen (ca. 350 überdachte Abstellplätze) mit unterschiedlichen Nutzungsansprüchen sowohl auf dem nördlichen, als auch dem südlichen Bahnhofsplatz angeboten.
Dem Öffentlichen Nahverkehr werden klar gegliederte und neu zugeordnete Flächen zugewiesen. Der regionale Busverkehr wird am nördlichen Bahnhofsvorplatz konzentriert, der Stadtbusverkehr LUP ist auf der Bahnhofssüdseite der Innenstadt näher orientiert. Die Haltestellen zeichnen sich in ihrem Überdachungskonzept durch eine helle und moderne Architektursprache aus.
Die Neugliederung der Vorplätze erforderte die Verlegung der Unterführung in der Verbindung der beiden Plätze für den motorisierten Verkehr. Diese Straßenachse wurde in Richtung Westen, in den Bereich der Schöpferstraße verschoben. Die Verkehrsaufteilung erfolgt jeweils über hier neu angeordnete Kreisverkehre.
Die Neugestaltung des St. Pöltner Hauptbahnhofs bringt einen erheblichen Qualitätsanstieg für Reisende und Besucher und stellt nicht zuletzt einen bedeutenden Entwicklungsschub für die historische Innenstadt, aber vor allem auch für den Stadtteil nördlich der Westbahn, dar. Ein Beispiel zeigt sich hier bereits im neu entstandenen Gesundheitszentrum der NÖ.GKK und PVA.
Die Baumaßnahmen im Bereich des Hauptbahnhofes erstrecken sich mit unterschiedlichen Umfängen auf den Zeitraum zwischen 2006 und 2011. Seitens der ÖBB und der Stadt St.Pölten wird dieses bedeutende Projekt professionell begleitet, um die negativen Auswirkungen der Bauphase so gering wie möglich zu halten.



Naherholungszentrum Viehofner Seen

Auf Basis eines Konzeptes der Stadtplanung St.Pölten wird seit dem Frühjahr 2005 das naturnahe Erholungszentrum der Viehofner Seen entwickelt. Der Schwerpunkt des Konzeptes liegt auf der Erhaltung des Artenreichtums an Flora und Fauna.
Die Eingangssituation zum Naherholungsgebiet an der Dr. Adolf-Schärf-Straße erhielt eine besondere Betonung mit einem skulpturalen Objekt - dem symbolisierten Haubentaucher, einem hier heimischer Wasservogel. Am Ostufer, der Badezone, wurde ein großflächiger Badesteg errichtet, im gesamten Areal Informationstafeln errichtet. Zwischen dem großen und kleinen Viehofner See bietet ein sehenswerter Aussichtsturm ein schönes Panorama über die Stadt. Ein neuer Traisensteg
verbessert die Anbindung an die Sport- und Freizeitzone am Ratzersdorfer See.
Um das Freizeitareal um die Viehofner Seen sicher erreichen zu können, wurde hier Anfang 2008 eine Verkehrslichtsignalanlage errichtet. Im nächsten Schritt erfolgt durch die Errichtung von neuen Haltestellen die bessere Anbindung des Gebiets an das StadtBus-Netz des LUP.



Hochhausstudie 2009

Diese Studie soll einen Beitrag zu einer neuen Herangehensweise an das Thema Hochhäuser leisten. Die Stadt St. Pölten soll in ihrer Rolle als Landeshauptstadt sowohl bei der Weiterentwicklung von bestehenden Hochhäusern, als auch bei der Errichtung von neuen Hochhäusern aus ihren Stärken schöpfen und höchste Qualität verfolgen.
Insgesamt verfügt St. Pölten derzeit bereits über ca. 35 Gebäude die das Stadtprofil nennenswert überragen. Ein großer Teil dieser Hochhäuser hat 8 bis 13 Geschosse mit einer Höhe von ca. 25 bis 50 Metern. Das höchste Wohngebäude hat 16 Geschosse, misst 55 Meter und ist eines der drei
Hochhäuser am Neugebäudeplatz.
Überall dort, wo es aus städtebaulichen Überlegungen sinnvoll erschien, eine höher Dichte anzustreben, sollte grundsätzlich auch die Eignung für Hochhäuser geprüft werden. Zu beachten galt es dabei den Denkmalschutz, die bestehenden Ensembles (Barockstadt St. Pölten), die Verkehrsanbindung und die Versorgung sowie die umgebende Struktur.
Die analysierten potentiellen Eignungsbereiche wurden in einem Expertenworkshop mit externen Fachleuten erörtert, das abschließende Ergebnis dem Gemeinderat im Frühsommer präsentiert. Die Hochhausstudie bildet damit die Grundlage der weiteren Überarbeitung des Stadtentwicklungskonzeptes in den nächsten Jahren.



Landschafts- und Grünraumkonzept St. Pölten 2010

Derzeit erarbeiten die Stadtplanung und Umweltabteilung des Magistrats gemeinsam mit externen Fachplanern das neue Landschafts- und Grünraumkonzept St. Pölten 2010.
Die Basis bildet das nunmehr 20 Jahre alte erste Landschaftskonzept der Stadt, das 1990 von der TU Wien nach zweijähriger Arbeit als Forschungsprojekt abgeschlossen wurde. Für die kommunale Grünordnungsplanung war es österreichweit nicht nur das erste und umfangreichste dieser Art, sondern gilt nach wie vor als beispielgebend und hat sich v.a. im laufenden Gebrauch durch die Stadtplanung St. Pölten als wichtiges Planungsinstrument erwiesen.
Das neue LAKS 2010 bildet eine Grundlage der anstehenden Überarbeitung des Stadtentwicklungskonzeptes.


Örtliches Raumordnungsprogramm und Stadtentwicklungskonzept

Die Stadt St.Pölten beabsichtigt in den kommenden Monaten die Einleitung eines Verfahrens zur Überarbeitung ihres örtlichen Raumordnungsprogramms. Dies beinhaltet die Neuerarbeitung eines Stadtentwicklungskonzeptes, sowie die grundlegende Neudarstellung des Flächenwidmungsplanes. Hierbei sind die Entwicklungen seit der letzten Beschlussfassung 1993 umfassend zu analysieren und gleichzeitig Entwicklungspotentiale für die nächsten Jahre aufzuzeigen.
Bereits im Dezember 2005 hat aufgrund der geänderten rechtlichen Grundlagen des NÖ. Raumordnungsgesetzes der Gemeinderat Abgrenzungen so genannter Zentrumszonen für das Stadtgebiet St. Pölten behandelt. Diese Zentrumszonen sollen auch in den nächsten Jahren den Erhalt und die weitere Ansiedlung von Handelseinrichtungen gewährleisten. Entsprechend den geltenden Festlegungen des örtlichen Raumordnungsprogramms werden diese Zentrumszonen für die historische Kernstadt der Landeshauptstadt, sowie die Stadtteilzentren Nord (im Bereich des Traisenparks) und Süd (im Bereich des bestehenden Einkaufsmarktes Merkur/ Media-Markt), sowie dem zugehörigen Umfeld festgelegt.


Radverkehrskonzept St. Pölten

Die Stadtplanung des Magistrats St.Pölten hatte im Jahr 2005 ein Entwicklungskonzept zum weiteren Ausbau des Radverkehrs der Stadt vorgelegt. Ziel ist neben der weiteren Förderung des Öffentlichen Nahverkehrs auch die gezielte Unterstützung des nicht motorisierten Verkehrs, und hier vor allem des Radverkehrs.
Die bestehende Radverkehrsinfrastruktur der Stadt St.Pölten bildet eine gute Grundlage den Radverkehrsanteil in der Stadt in den nächsten Jahren weiter auszubauen und damit gleichzeitig einen Beitrag zur Entlastung der Bürger vom zunehmenden motorisierten Individualverkehr zu leisten. In den letzten Jahren begann die schrittweise Umsetzung des Konzeptes. Der Schwerpunkt lag dabei neben Radnetzerweiterungen (Porschestraße, L.-Figl-Straße, Praterstraße,...) im Schließen von Lücken im Radwegenetz, dem Öffnen von Einbahnstraßen für gegenzügiges Radfahren (z.B. in der Innenstadt) vor allem in Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für Radfahrer. Dazu wurden erstmals in der Stadt St.Pölten Radverkehrsanlagen in unübersichtlichen Kreuzungsbereichen gesonderte farblich hervorgehoben. Derzeit wird ein neues Radleitsystem für die Stadt erarbeitet, um den Bürgern und Besuchern der Stadt auch am Fahrrad die Orientierung zu erleichtern.
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Abgenommen durch:
Stadtplanung
Stand: 08.01.2010