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Frauen in St. Pölten

Geschlecht ist in unserer Gesellschaft nicht nur ein individuelles Personenmerkmal. Frau oder Mann zu sein ist auch ausschlaggebend dafür, welchen Platz wir in der Gesellschaft zu welchen Bedingungen einnehmen.

Die Mehrheit der Frauen hat immer noch schlechtere Chancen am Arbeitsmarkt, leistet mehr unbezahlte Arbeit, hat weniger Einkommen sowie ein höheres Armutsrisiko als Männer. Ihren Leistungen kommt meist weniger Anerkennung und Wertschätzung zu und in den Entscheidungs- und Machtstrukturen sind sie selten vertreten.
Erst wenn Frauen die gleichen Start- und Rahmenbedingungen haben, haben sie die gleichen Chancen. Tatsächliche Gleichstellung kann deshalb nicht durch die Anpassung von Frauen an männlich geprägte Strukturen erreicht werden, sondern nur durch die Änderung der Strukturen und Rahmenbedingungen selbst.
Wir haben in Sachen Gleichberechtigung mittels Gesetzen und Frauenförderplänen schon viel erreicht. Zahlreiche Institutionen und Vereine leisten wichtige und wertvolle Arbeit für Frauen. In einigen Köpfen herrschen allerdings noch immer veralterte Ansichten und Einstellungen, die den Weg zur tatsächlichen Gleichstellung schwer machen.
Erst die Institutionalisierung von Frauenpolitik kann das nötige Problembewusstsein schaffen, um traditionelle Rollenbilder zu überwinden und klarstellen, dass in allen Bereichen die Interessen von Frauen ebenso zu berücksichtigen sind wie jene der Männer.