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Beschäftigung

Eine kleine Einführung ins Ausländerbeschäftigungsrecht

Die legale Erwerbstätigkeit von ausländischen Staatsangehörigen setzt einen gültigen Aufenthaltstitel voraus: 

  • einer Niederlassungsbewilligung (für die Dauer eines Jahres) oder
  • einer Aufenthaltserlaubnis (für höchstens 6 Monate)


Diese Einschränkungen gelten jedoch nur für Drittstaatsangehörige. Staatsangehörige eines EU- oder EWR-Staates sowie der Schweiz genießen Einreise- und Niederlassungsfreiheit.


Die Aufenthaltsgenehmigungen (Visa und Aufenthaltstitel) werden von den Aufenthalts- bzw Fremdenpolizeibehörden vergeben, manche müssen im Ausland, andere können im Inland beantragt werden. 


Bitte beachten Sie

Visa, die von österreichischen Vertretungsbehörden ausgestellt, sind keine Aufenthaltstitel. Auch dann nicht, wenn Sie zum Zweck der Arbeitsuche ("Jobseeker" Visum ) oder als Aufenthalts-Reisevisum ausgestellt wurden. Letzteres benötigen sichtvermerkspflichtige Saisonarbeitskräfte, ehe für sie eine Saisonbeschäftigungsbewilligung ausgestellt wurden.


Der wichtigste Aufenthaltstitel ist die "Rot-Weiß-Rot-Karte". Sie wird besonders qualifizierten Arbeitskräften für die Dauer von einem Jahr ausgestellt. Ein entsprechender Antrag kann nur mit Hinweis auf ein entsprechendes Arbeitsplatzangebot und im Einvernehmen mit dem künftigen Arbeitgeber eingebracht werden. Über den Antrag entscheidet die zuständige Aufenthaltsbehörde auf Grund eines Gutachtens des AMS.


Während die "Rot-Weiß-Rot-Karte" nur für einen bestimmten österreichischen Arbeitgeber ausgestellt wird, ermöglich die im Anschluss erteilte "Rot-Weiß-Rot-Karte plus" einen Arbeitgeberwechsel. Nach fünfjähriger Aufenthaltsdauer und Erfüllung der Integrationsvereinbarung kann der Aufenthaltstitel "Daueraufenthalt-EU" unbefristet erteilt werden.


Neben der "Rot-Weiß-Rot-Karte" gibt es die "Blaue Karte EU", die ausländischen Spitzenfachkräften unter Zusicherung eines bestimmten Mindesteinkommens, das das Eineinhalbfache des durchschnittlichen österreichischen Bruttojahresgehalts betragen muss, erteilt werden kann.


Diese Aufenthaltstitel inkludieren die Arbeitsbewilligung, eine weitere Genehmigung ist also nicht erforderlich.


Ausländer und Ausländerinnen, die sich nur vorübergehend bzw. auf absehbare Zeit in Österreich aufhalten wollen, brauchen eine Aufenthaltsbewilligung, die für längstens ein Jahr ausgestellt wird, prinzipiell aber für die Dauer des Aufenthaltszwecks (z.B. bei Studierenden für die Dauer der Ausbildung) verlängert werden kann. Die Aufenthaltsbewilligung inkludiert die Arbeitsgenehmigung nur, wenn sie für eine Tätigkeit ausgestellt wurde, die dem Geltungsbereich des Ausländerbeschäftigungsgesetzes nicht unterliegt.


Bitte beachten Sie

Drittstaatsangehörige, die bei einer illegalen Beschäftigung angetroffen werden, müssen mit der sofortigen Ausweisung und mit einem Aufenthaltsverbot bis zu zehn Jahren rechnen.